Sonnenpark Halenbeck-Rohlsdorf

Projektdetails

Die gesetzlich vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung, die öffentlichen Auslegungen und Abstimmungen fanden im Rahmen der wie folgt beschreibenen Chronologie statt.

01

Fakten und Daten

Bauherr
Solarkraftwerk Halenbeck-Rohlsdorf GmbH und Solarkraftwerk Halenbeck-Rohlsdorf II GmbH, Wittstocker Damm 11, 16945 Halenbeck-Rohlsdorf. Geschäftsführer: Karl-Heinz Remmers, Denis Sherlizyn.
Leistung
ca. 230 Megawatt
Investition
rund 120 Mio. Euro
Fläche
ca. 90 ha für Module und Speicher; mindestens 110 ha für Ruhezonen, Artenschutz, Imkerei, Rad- und Wanderwege, Wald und Begleitforschung (Gesamtfläche ca. 200 ha)
Fördermittel
Keine Landes- oder Bundesmittel. Keine EEG-Förderung für ca. 210 MW; für 20 MW ergab sich nach Abschluss der Planung eine Förderung durch eine Ausschreibung im Teilpark 1.
Boden
Benachteiligte Gebiete, auf denen intensiver Ackerbau nur durch gesonderte EU-Förderungen möglich ist.
Risiko
Verfahrensrisiko und -kosten trägt ausschließlich die Solarkraftwerk Halenbeck-Rohlsdorf GmbH. Die Gemeinde kann dafür nicht in Haftung genommen werden.
Luftbild der Modulreihen auf der Projektfläche des Sonnenparks Halenbeck-Rohlsdorf

02

Technik und Speicher

Art der Solarmodule

Monokristalline Silizium-Solarmodule (keine Cadmium-Tellurit-Solarmodule) in der Ausführung als semitransparente Bifazialmodule.

Speicherung des Stroms und Netzdienlichkeit

Batterien für den Nachtstrom, den Bürgerstromtarif und Systemdienstleistungen wie Blindleistung, Frequenzhaltung und die aktive Schwarzstartfähigkeit sind vorgesehen. Weitere Speicher sowie die Erzeugung von Wasserstoff (dieser ggf. am Standort der Einspeisung des Stroms in Falkenhagen) sind in späteren Ausbaustufen bzw. in begleitenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit der Landwirtschaft vorgesehen.

Wirtschaftlichkeit

Erträge aus langfristigen Stromlieferverträgen mit Energiehändlern oder Industriebetrieben; ein Teil über die Strombörse und einen kostengünstigen Bürgerstromtarif in Halenbeck-Rohlsdorf.

03

Finanzierung

  • DAL Deutsche Anlagenleasing (50 % der GmbH II)
  • DKB Deutsche Kreditbank AG (Kreditgeberin der GmbH)
  • Sparkasse Oberhessen und Ostsächsische Sparkasse Dresden, Konsortialführer Deutsche Leasing Finance GmbH

04

Verfahren und Chronologie

  1. 08.06.2020

    Einstimmige Zustimmung zur Vorprüfung

    Frühe Bürgerbeteiligung (u. a. Dorfdialog); Biologen kartieren zunächst Arten zur Flächenauswahl.

  2. 15.10.2020

    Vorphase/Grundlagenphase

    Stand der Verfahrensvorbereitung.

  3. 05.12.2022

    Zweite Offenlegung abgeschlossen

    Abwägung der Einwendungen; Beginn erneuter Auslegung.

  4. 25.09.2023

    Satzungsbeschluss – einstimmig

    Die Zustimmung des Gemeinderats erfolgte einstimmig.

05

Landschaftsbild

Das von intensiver Landwirtschaft geprägte Landschaftsbild Brandenburgs beginnt sich durch den Klimawandel und die Trockenheit der vergangenen Jahre deutlich zu verändern. Um der Bodenerosion und der Trockenheit zu begegnen, werden immer mehr Hecken und Baumreihen gepflanzt. Diese alten und gleichzeitig neuen Elemente des Landschaftsbildes nutzen wir auch für die Integration des Sonnenparks.

Die größten Teile des Sonnenparks sind topographisch so gelegen, dass Pflanzen und ggf. zusätzliche Bäume die Solarmodule weitestgehend verdecken.

Die Hecken werden so früh wie möglich gepflanzt, allerdings geht das erst wenn der Bauablauf es zulässt um die Pflanzen nicht zu zerstören. Die volle Größe und Sichtschutzwirkung wird voraussichtlich nach 3-5 Jahren erreicht.

Die Hecken sind nicht nur ein Sichtschutz, sie übernehmen auch die Sicherung der Anlage zusammen mit einem Überwachungskonzept auf Basis von Kameras und weiteren Sensoren. Sie lassen neben den Wegen und der Landesstraße genug Raum für weitere Blühstreifen und sorgen in Verbindung mit den großzügigen Reihenabständen für eine optische Auflockerung.

Gleichzeitig bieten die Hecken auch neuen Lebensraum für viele Arten und dienen zusätzlich als Erosionsschutz, insbesondere für die umgebenden landwirtschaftlichen Flächen.

Dunkelgrün sind Waldstücke oder Feldgehölze - diese bleiben alle erhalten.

Gelblich hinterlegt sind Bereiche rund um die Feldgehölze und Waldstücke, die frei von Solarmodulen oder anderen Objekten bleiben (jeweils ca. 30 m Abstand zum Wald, etc.). Sie sind derzeit in landwirtschaftlicher Nutzung.

Hellgrüne Flächen sind derzeit in der Nutzung für intensive Landwirtschaft und erste Planflächen für Reihen mit Solarmodulen.

Rot hinterlegt sind erste Ideen für neue oder wiederbelebte Rad- und Wanderwege sowie Lehrpfade.

Visualisierung des Batteriespeichers zwischen Gehölzen im Sonnenpark Halenbeck-Rohlsdorf